Bericht vom Märcht
1998 Der Ybriger Märcht lebt seit drei Jahren wieder. Die Attraktion ist bereits zum zweiten Mal das Siloballen-Stossen. sc. Rund 860 Kilogramm wiegt der grosse Siloballen, 80 Kilogramm die kleine Ausgabe für die Kinder. Sie sind die Attraktion am Ybriger Märcht, den Bauernpräsident Bernhard Holdener vor drei Jahren wieder zum Leben erweckte. Zuvor wurden vielleicht noch drei Stück Vieh aufgefahren, und in den Gaststätten gab es Hafechabis, das war es dann auch schon. Jetzt ist aber alles anders. Der Markt lebt, immerhin zehn Stück Vieh stehen zum Verkauf, und auch die Schule macht mit Ständen mit. So trifft sich ganz Oberiberg in der Festwirtschaft bei der Kirche. Und genau hier hat man die beste Sicht auf den Wettkampf und die schnellsten Siloballen-Roller. Zurückhaltende Männer Die Kinder machen neuen Wettkampf sofort mit. Auch Frauen. Die in Dreiergruppen antreten dürfen, melden sich spontan. Nur die Männer halten sich noch zurück, trotz Aufruf von Moderator «Dökti» Fridolin Marty am Mikrofon. Dann resigniert er und sagt: «DManne chönd einisch luege wies gad.» Die nächsten Frauen stehen im Anlauf: «Dürfen wir schon», stehen sie im Ungewissen da. Ob sie nun starten dürfen. «Ihr chönd au warte», sagt der "Dökti" lakonisch. Dann werden erste Spitzenzeiten verkündet, und auch die Männer, die im Zweierteam antreten, packt das Wettkampffieber. Und die Siloballen rollen und selbst die Sonne drückt zur Mittagszeit durch die Nebeldecke und lädt die Marktbesucher zum Verweilen ein.
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